(K)EINE ENTSCHEIDUNG OHNE GRUNDLAGE

Realschule: Vier statt fünf Eingangsklassen?

Wir GRÜNEN fordern vor der Ratssitzung konkrete Zahlen zur geplanten Begrenzung der Geschwister-Scholl-Realschule

Am Dienstag, 10. November, entscheidet der Plettenberger Stadtrat, ob die Geschwister-Scholl-Realschule (GSR) ab dem Schuljahr 2027/2028 nur noch vier Eingangsklassen aufnehmen soll. Bevor der Rat abstimmt, wollen wir von der Stadtverwaltung wissen, welche Räume dadurch tatsächlich frei würden und wie viel Geld sich damit wirklich einsparen lässt.

Worum es geht

Der Ausschuss für Bildung und Sport hat sich bereits mit dem Vorschlag der Verwaltung befasst, nun steht die abschließende Entscheidung im Rat an. Hintergrund sind die erwarteten Schülerzahlen und die räumlichen Kapazitäten der Realschule. Bleibt die GSR fünfzügig, könnten wegen der laufenden Baumaßnahmen zusätzliche Unterrichtscontainer nötig werden. Gleichzeitig sieht die Verwaltung Einsparmöglichkeiten, wenn Realschule und Hauptschule später gemeinsam Fachräume nutzen.

In der Beschlussvorlage wird dafür ein möglicher Einsparbetrag in siebenstelliger Höhe genannt. Er soll sich ergeben, wenn die Hauptschule künftig Räume der Realschule mit nutzt und beim geplanten Umbau des ehemaligen Schulgebäudes der Hauptschule deshalb auf zusätzliche Räume verzichtet werden kann.

Unsere Fragen an die Verwaltung

Uns reichen diese Angaben nicht aus, um verantwortungsvoll zu entscheiden. In einer Anfrage an Bürgermeister Ralf Beßler fordert unsere Fraktionsvorsitzende Katharina Rittinghaus deshalb konkrete Zahlen und eine nachvollziehbare Darstellung der räumlichen Auswirkungen.

Denn die Rechnung wirft Fragen auf: Die Realschule hat derzeit 28 Klassen, die vorhandenen Räume sind nach Angaben der Schulleitung vollständig ausgelastet. Zugleich soll das ehemalige KBOP-Gebäude der Hauptschule so umgebaut werden, dass dort künftig zwölf statt bisher vier Klassen Platz finden.

Wir wollen deshalb wissen:

  • Welche Räume an der Realschule werden tatsächlich frei, wenn künftig nur vier statt fünf Eingangsklassen aufgenommen werden?
  • Welche Räume könnten bei der Planung für die Hauptschule konkret entfallen?
  • Kann die Realschule im kommenden Schuljahr fünf Eingangsklassen aufnehmen, ohne dass weitere Unterrichtscontainer angeschafft werden müssen? Das sollte vor der Ratssitzung mit der Schulleitung geklärt werden.

In unserer Anfrage heißt es dazu: „Eine grobe Schätzung der möglichen Einsparungen und freiwerdenden Räume ist nicht nachvollziehbar und bietet keine ordnungsgemäße Möglichkeit zur Entscheidungsfindung.“

Für uns ist klar: Eine Entscheidung über die Zukunft unserer Realschule braucht eine belastbare Grundlage. Ohne konkrete Zahlen riskiert der Rat einen Beschluss, dessen tatsächliche finanzielle und räumliche Folgen von den bisherigen Annahmen abweichen könnte.

Die Ratssitzung beginnt am Dienstag, 10. November, um 17 Uhr im Ratssaal. Sitzungen des Rates sind öffentlich, interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

PWEG 2026
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